Zur Vorbereitung des geplanten Informationsstands der OMAS GEGEN RECHTS und im Vorfeld des „Tags des Grundgesetzes“ am 23. Mai informierten wir uns intensiv über Inhalt und Aufbau des Grundgesetzes. Vor ca. 25 Zuhörer*innen hielt Thomas Carl einen dreiteiligen Vortrag mit offenen Zwischenfragen aus dem interessierten Publikum.

Im ersten Teil zeigte der Referent in einem historischen Überblick die Mittel und Methoden der Nationalsozialisten auf, mit denen die Weimarer Demokratie fast schlagartig beseitigt wurde. Dabei zeigte er Parallelen zu aktuellen Entwicklungen auf (Türkei, Russland, USA) und wies für Deutschland auf die katastrophalen Folgen am Beispiel des 2. Weltkriegs hin, besonders den Holocaust.
Der zweite Teil ging unter der Überschrift „NIE WIEDER“ auf die Entstehung des Grundgesetzes ein und informierte über dessen speziellen Charakter: Durch die „Ewigkeitsklausel“ (Art. 79,3) werden die Grundrechte grundsätzlich auf Dauer vor Veränderung geschützt. Ausgewählte Grundrechte stellte der Referent in ihrem Wesensgehalt, teils im Wortlaut vor, um das gewollte System einer menschlichen Verfassung zu verdeutlichen.
Im Schlussteil konfrontierte Thomas Carl die Grundrechte und ihre Auslegung durch das Bundesverfassungsgericht mit Aussagen der AfD – anhand von Zitaten aus deren Programmen, Reden und Chats. So verdeutlichte er den menschenverachtenden und verfassungsfeindlichen Charakter dieser Partei und forderte nachhaltig dazu auf, das „NIE WIEDER“ heute besonders ernst zu nehmen.
Zwischenfragen, interessante Details aus dem Publikum und eine angeregte Diskussion danach in kleinen Gruppen bewiesen reges Interesse und schufen eine Gesprächskultur in angenehmer Atmosphäre.



