Organsiert von der „Seebrücke Passau“ und initiiert von Josef Wolf, Wirt des Gasthauses „Goldenes Schiff“, Stammlokal der „Omas gegen Rechts Passau“, protestierte eine große Gruppe von Menschen am 6. Mai vor der Redoute. Dort fand nämlich zum gleichen Zeitpunkt die konstituierende Sitzung des neuen Passauer Stadtrates statt.
Anlass für die Demonstration war die Abschiebung der 60-jährigen Rugi zurück nach Sierra Leone. Rugi hatte in Festanstellung als Küchenhilfe im „Goldenen Schiff“ gearbeitet, sie sprach Deutsch und war hervorragend integriert. Die Demonstrierenden klagten die bürokratische Härte des Passauer Ausländeramtes als unmenschlich und ungerecht an und forderten unter dem Slogan „#bringbackrugi“ deren Rückführung nach Passau.
Die Redner*innen kritisierten nicht nur die Absurdität und Ungerechtigkeit der Abschiebungsgesetze, sie verlangten vor allem von den Mitarbeiter*innen des Ausländeramtes ein humaneres und lösungsorientierteres Handeln, das den Menschen, nicht das Gesetz in den Mittelpunkt des Handelns stellt. Das ist eine Herzensangelegenheit der Omas gegen Rechts. Alle staatlichen Behörden sind dem Artikel 1 des Grundgesetzes verpflichtet und deshalb gilt auch für alle Angestellten und Beamt*innen:
„Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen, ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“
Mit den Demonstrierenden zusammen wünschen wir Omas uns vom neuen Oberbürgermeister, dass er die Mitarbeiter*innen dieser Behörde als oberster Dienstherr zur strikten Einhaltung von Artikel 1 verpflichtet.


